Von 1960 bis 1969



Die Saison 1960

B–Bezirksklasse Halle, Staffel 2
„BSG Aktivist“
Da der Trägerbetrieb wechselt spielt man nun unter diesem Namen.

Im Bezirkspokal erwischt man bereits in Runde eins einen harten Brocken. Stahl Helbra, welche in der 3. Liga um den Aufstieg in die DDR-Liga spielt, kommt nach Siersleben. Die Hüttenwerker werden an den Rand einer Niederlage gebracht. Pannier kann nach 15 Minuten das Führungstor erzielen. Dennoch gleicht der Bezirksligist in der 2. Halbzeit aus. Das Spiel geht in die Verlängerung. Pannier und Knecht können mehrere 100%-ige Chancen nicht mehr nutzen und es bleibt beim 1:1. Das Rückspiel in Helfta wird dann deutlich verloren, wobei Erwin Stoffel zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzen kann.

In den Punktspielen soll es nun endlich im dritten Anlauf klappen. Erneut heißt die Zielstellung: Staffelsieg!

Mit 7:3 Punkten verläuft der Start planmäßig. Vermeidbare Niederlagen bei Aktivist Geiseltal II, Aktivist Stedten und Traktor Volkstedt werfen die Mannschaft erneut zurück. In der gesamten Rückrunde hält man Kontakt zur Tabellenspitze. Nach 16 Spielen liegt man nach dem 3:0 gegen Volkstedt auf Rang 3. Durch das enttäuschende 2:3 bei Motor Artern ist der Traum vom Staffelsieg erneut ausgeträumt.






Die Saison 1961/62

B–Bezirksklasse Halle, Staffel 3
Der Spielrhythmus wird wieder in Herbst- und Frühjahresrunden unterteilt. Es werden dazu 3 Halbserien gespielt. Aktivist wird aus territorialen Gründen in die Staffel 3 gesetzt. Zweifellos eine stärker besetzte Staffel als in den letzten drei Jahren. Beim Kreispokalsieger des Kreises Querfurt, Empor Osterhausen kommt das Pokal-Aus bereits in Runde 1.

15:9 Punkte stehen nach der 1. Halbserie und ein Platz im oberen Tabellendrittel. Man ist zufrieden. Die 2. Halbserie verläuft erfolgloser. Sogar gegen die späteren Absteiger Stahl Thale II und Stahl MK Hettstedt werden Punkte gelassen. Dagegen wird der Spitzenreiter Traktor Cochstedt mit 2:0 nach Hause geschickt. Dennoch steht bereits nach der zweiten Runde fest, Siersleben hat in diesem Jahr mit dem Aufstieg nichts zu tun.

Bezirksklasseteam 1960
Die 3. Halbserie verläuft katastrophal. Die letzten sieben Punktkämpfe gehen verloren. Am Ende steht im 13er-Feld ein unbefriedigender 9. Platz.

Zum Sportfest wird der Pokal des „Ernst-Thälmann-Schachtes“ ausgespielt. Gegen Traktor Volkstedt (4:3) und Augsdorf (3:2) gelingt der Pokalsieg.

Abschlusstabelle 1961/62:
08. Aktivist Edderitz 36 86:83 +3 35:37
09. Aktivist Siersleben 36 75:60 +15 33:39
10. Lok Aschersleben 36 63:74 -11 31:41
11. Motor Gröbzig 36 79:95 -16 31:41
12. Stahl MK Hettstedt 36 55:99 -44 25:47
13. Stahl Thale II 36 60:75 -15 23:49






Die Saison 1962/63

B–Bezirksklasse Halle, Staffel 3
Der Siersleber Fußball am Scheideweg. Spitze oder Mittelmaß.

Erneut steht vor Beginn der Punktspiele der Bezirkspokal an. Motor Rothenburg wird nach großem Kampf mit 3:2 nach Verlängerung besiegt. Hirtz und Stoffel schießen die Tore. Mit 7:3 Punkten ist der Start vielversprechend. Wieder fällt man ins Tabellenmittelfeld ab. Eine enorme Steigerung in der Rückrunde ist von Nöten, um noch in die Spitze vorzustoßen. Das ganze Gegenteil tritt ein. Es werden viele Punkte abgegeben und durch vier Siege in den letzten vier Spielen wird noch ein 7.Platz belegt.

Durch einen 3:0 Sieg gegen MK Hettstedt zieht man in die 3. Runde des Bezirkspokales ein. Hier kommt gegen die Sangerhäuser Stahl-Elf das „Aus“. Unter dem neuen Trainer Fiebrig schlug man sich wacker. Das 0:2 fiel erst in der Nachspielzeit durch einen Konter. Vorher war man dem Ausgleich nahe.

Abschlusstabelle 1962/63:
01. Traktor Plötzkau 26 68:35 36:16
02. Stahl Aken 26 51:41 34:18
03. Lok Aschersleben 26 61:36 33:19
04. Wissenschaft Gatersleben 26 57:51 30:22
05. Aktivist Edderitz 26 63:60 30:22
06. Einheit Ballenstedt 26 57:44 28:24
07. Aktivist Siersleben 26 52:45 28:24
08. Rotation Aschersleben 26 62:56 28:24
09. Motor Gröbzig 26 57:55 24:28
10. Aktivist Friedenshall 26 47:59 24:28
11. Dynamo Quedlinburg 26 44:49 23:29
12. Traktor Hoym 26 47:69 18:34
13. Motor Bebitz 26 33:57 18:34
14. Stahl Eisleben II 26 35:77 10:42






Die Saison 1963/64

Bezirksklasse Halle, Staffel 5
Zu Beginn dieser Serie wurden die sechs eingleisigen Bezirksklassen eingeführt. Aktivist wird erneut in eine andere Staffel versetzt. Gegen Traktor Bennstedt, Dynamo Esperstedt und Traktor Schafstädt trifft man dabei auf bisher unbekannte Gegner. Die Hinrunde verläuft für viele unerwartet erfolgreich. Dennoch gelingt gegen die Spitzenteams kein Sieg (-Stedten 0:2, -Amsdorf 1:1, -Schafstädt 2:2)

Aktivist63
Stand nach der 1.Halbserie/Spitze:
01. Aktivist Siersleben 11 27:15 15:07
02. Aktivist Amsdorf 11 25:19 14:08
03. Aktivist Stedten 11 24:17 13:09
04. Traktor Schafstädt 11 25:19 13:09

Nach Siegen über Traktor Roßla und Einheit Ballenstedt kommt man im Bezirkspokal wieder einmal in die 3.Runde. Beim Drittligisten Dynamo Eisleben II muss man dann mit 1:3 die Segel streichen.

Zum Start der Rückrunde kann Stedten mit 3:2 besiegt werden. Leichtfertige Punktverluste gegen Esperstedt, Bennstedt und Volkstedt lassen den kleinen Punktvorsprung schmelzen.

Auch in Amsdorf und Schafstädt wird verloren. Aktivist rutscht auf den 7. Platz ab. Schafstädt holt sich, vor Mansfeld und Amsdorf, den Staffelsieg. Esperstedt und Volkstedt müssen in die Kreisklasse absteigen.






Die Saison 1964/65

Bezirksklasse Halle, Staffel 2
Im Siersleber Lager ist man optimistisch. Man will es noch einmal wissen. An die Hinrunde der letzten Saison soll angeknüpft werden. Wieder wird man in eine andere Staffel eingeteilt. Bis auf Rothenburg und Bennstedt setzt sich die Staffel 2 ausschließlich aus Vertretern der Kreise Eisleben und Hettstedt zusammen. Die vielen Derbys sind Zuschauermagneten.

In der ersten Bezirkspokalrunde muss man sich auf heimischer Anlage den Chemikern aus Wallhausen mit 2:3 beugen. Die Punktrunde läuft nicht wie man sich das noch vor Saisonbeginn vorgestellt hatte. Mit 11:11 Punkten liegt man im Mittelfeld, jenseits von Gut und Böse. In der Rückrunde läuft die Mannschaft zu großer Form auf und gewinnt sogar in Wim­melburg. In Mansfeld wird ein Remis erreicht. Drei Spieltage vor Schluß stehen nur noch 3 Punkte Rückstand zum Ersten. Man ist auf Schützenhilfe angewiesen und muß selbst die restlichen Spiele gewinnen. Schon das Erste geht verloren. Der spätere Absteiger Aktivist Klostermansfeld kontert die Siersleber auf eigenem Platz aus und gewinnt mit 2:1.

Erneut ist der mögliche Staffelsieg verspielt.

Das Aufgebot:
Link, Hirtz, Krone, Magalowski, Thieme, Unterrainer, Reppin, Prockein, Nichelmann, Geißler, Pavelec, Stoffel, Zühlke, Reinicke, Knecht, Malke, Teuchner






Die Saison 1965/66

Bezirksklasse Halle, Staffel 4
Das ließ sich wohl vor Saisonbeginn keiner träumen. Der Abstiegskampf bestimmte die Spiele von Aktivist. In der gesamten Hinrunde gelangen nur gegen Motor Artern (2:1), Aufbau Karsdorf (2:2), Einheit Rottleben (3:1) und Empor Mansfeld (1:0) Punktgewinne. Zu viele ehemalige Leistungsträger mussten ersetzt werden.

Stand nach der 1.Halbserie/Tabellenende:
10. Traktor Volkstedt 12 20:31 10:14
11. Empor Mansfeld 12 27:33 09:15
12. Aktivist Siersleben 12 13:28 07:17
13. Aufbau Karsdorf 12 16:36 06:18

Die Rückrunde begann mit einem wichtigen 2:0 Heimsieg gegen Einheit Querfurt. Doch wer dachte, jetzt geht es aufwärts, der irrte. 2:12 Punkte in den folgenden Spielen machten die Lage fast aussichtslos. Stahl Wimmelburg kann noch mit 2:1 besiegt werden und auch Rottleben wird mit 5:1 nach Hause geschickt.

Alles zu spät! Das 2:3 in Mansfeld bedeutet, nach 10-jähriger Bezirksklassenzugehörigkeit, den Abstieg. Neben Siersleben muss auch Mansfeld absteigen.

Im Bezirkspokal kommt schon in der Vorrunde bei Einheit Ballenstedt mit 3:5 das Ausscheiden.






Die Saison 1966/67

1.Kreisklasse Eisleben
Nur ein Ziel kann es geben. Sofortiger Wiederaufstieg in die Bezirksklasse. Da man Bezirksklassenabsteiger war, konnte man noch einmal im Bezirkspokal starten. Wie in den Vorjahren, kommt bereits vorzeitig das K.O. Bei Motor Aschersleben (heute 1. FC) verliert man 3:5. Die ersten drei Spiele können mit 6:0 Punkten und 15:1 Toren nicht positiver verlaufen. Doch schon gegen Helbra II und Wansleben lässt man Federn.

Nach der Hinrunde stehen 21:5 Punkte und man ist Tabellenführer. So erfolgreich wie die 1. Halbserie verlief, so erfolglos spielte man in der 2. Halbserie. 3:11 Punkte aus den ersten sieben Spielen der Frühjahresrunde machen alle Hoffnungen auf den sofortigen Wiederaufstieg zunichte. Trotz der katastrophalen Rückrunde kann noch die Bronzemedaille vor Aktivist Klostermansfeld gesichert werden. Gegen Kreismeister Stahl Helbra II (2:2/1:6) und Wansleben (2:3/2:4) gelingt kein Sieg.

Abschlusstabelle 1966/67:
01. Stahl Helbra II 26 72:26 39:13
02. Fortschritt Wansleben 26 61:29 36:16
03. Aktivist Siersleben 26 65:40 32:20
04. Aktivist Klostermansfeld 26 59:39 31:21

Im Kreispokal, an dem man nach 8 Jahren wieder teilnimmt, kommt Aktivist nach Siegen über Polleben, Klostermansfeld und Lüttchendorf ins Endspiel. Am 30.04.1967 trifft man auf der Eisleber Dynamo-Anlage auf Fortschritt Wansleben. Wie schon in den Punktspielen, kann Fortschritt nicht besiegt werden. 0:1 heißt es beim Abpfiff.

Junioren1966
Obere Reihe:
W.Deinzer, E.Lange, D.Hammer, R.Schönefeld, K-H. Schubert, Henkel, W.Schnellhardt, K.Werner
Untere Reihe:
H.Stöhr, K.Wedler, F.Kilian, B.Lange, U.Mann

Die damalige Juniorenmannschaft war der Grundstein für die kommenden Jahre.






Die Saison 1967/68

1.Kreisklasse Eisleben
Der Siersleber Fußball scheint im Mittelmaß zu versacken. Bei den Spielen herrscht nur noch mäßiges Niveau. Hauptaufgabe der Trainer ist der Einbau der Nachwuchsspieler, um im Hinblick auf die nächsten Jahre wieder ein Spitzenteam zu formen, welches den Titel und den Aufstieg erringen kann. Gegen die Spitzenteams kann man nicht mithalten. (-Klostermansfeld 2:3/2:5, -Stedten 2:6/0:3)

Dem Ruf als gute Pokalmannschaft wird Aktivist gerecht. Hedersleben und MK Eisleben II werden ausgeschaltet. Sensationell verliert man dann im Halbfinale auf dem eigenen Platz gegen MK Wolferode (2. Kreisklasse) mit 1:2.

Mit 0 Punkten holte sich Aktivist nach Abschluss der Punktspiele den Fairnesspokal!






Die Saison 1968/69

1.Kreisklasse Eisleben
Was kommt nach dem enttäuschenden 8.Platz des Vorjahres? Ein Vorbereitungsspiel wird gegen Chemie Bernburg mit 2:1 gewonnen. (Der heutige Vereinspräsident Klaus Wedler wurde hier erstmals eingesetzt.)

In der ersten Kreispokalrunde gibt es in Hedersleben Probleme mit den Spielerpässen und man wird vom KFA ausgeschlossen. In den Punktspielen setzen sich die Aktivisten im oberen Tabellendrittel fest. 17:9 Punkte lassen auf einen Medaillengewinn hoffen. Im weiteren Serienverlauf kann auf der heimischen „Glück-Auf-Kampfbahn“ auch der spätere Kreismeister Aktivist Klostermansfeld mit 3:2 besiegt werden. Nach zweimaligem Rückstand schießen Schweigert, Zühlke und Stoffel den Sieg heraus. Nach diesem Sieg liegt man nur mit einem Punkt hinter dem Tabellenführer. Niederlagen in Wansleben, Helbra und Röblingen lassen die Titelträume platzen. Der erreichte 3.Platz stellt dennoch zufrieden.

Abschlusstabelle 1968/69:
01. Aktivist Klostermansfeld 26 82:33 40:12
02. Fortschritt Wansleben 26 69:30 37:15
03. Aktivist Siersleben 26 62:33 35:17
04. Dynamo Eisleben II 26 66:43 33:19